Anästhesie und Intensivmedizin

Anästhesie und Intensivmedizin

 

Im Rahmen der Leistungserweiterung suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt in Vollzeit oder Teilzeit einen Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin. 

Erste Auskünfte erteilt Ihnen gerne Herr Dr. med. Christian Lisson, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, unter der Telefonnummer 06221 483364. 

 

Unser Ärzte- und Pflegeteam mit 18 Fachärztinnen und Fachärzten und 40 Pflegekräften sorgt dafür, dass Ihr Aufenthalt bei uns möglichst ohne Angst und Schmerzen verläuft – dafür begleiten wir Sie vom Aufklärungsgespräch vor dem Eingriff über die Operation, in den Aufwachraum bis hin zur speziell schmerztherapeutischen Nachsorge. Dazu bieten wir alle aktuellen Narkoseformen von der Allgemeinnarkose über Regional- und Katheterverfahren bis zur ergänzenden Schmerztherapie an. Welches Verfahren für Sie das richtige ist, besprechen wir mit Ihnen in unserer Prämedikationsambulanz in ruhiger Atmosphäre. Das anästhesiologische Team betreut Sie im Aufwachraum ebenso wie auf unserer modern ausgestatteten Intensivstation. Hier wird die Therapie von Fachärzten mit der Weiterbildung "Spezielle Intensivmedizin" geleitet. Ambulante Operationen werden über unser Ambulantes OP-Zentrum (AOZ) organisiert.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Narkoseärzte sind vor allem für Ihre Sicherheit da. Als Fachärzte für Anästhesie verfügen wir über ein fundiertes Wissen und über weitreichende klinische Erfahrung. Wir sind während der gesamten Narkose bei Ihnen im OP. Neben den aktuellen Leitlinien und Facharztstandards verfügen wir über eine Reihe von Monitoren, die Ihren Kreislauf und die Narkosetiefe lückenlos überwachen. Wir beobachten aber nicht nur die Monitore, sondern auch den OP-Ablauf, achten auf Schmerzreize und stimmen die Narkose genau auf den Eingriff und die OP-Dauer ab. Als Anästhesisten sind wir sozusagen die Wächter der Patienten im OP und für Ihre Sicherheit verantwortlich.

Die KollegInnen der Anästhesie führen vor Ihrem Eingriff ein Aufklärungsgespräch mit Ihnen. Dabei erklären wir Ihnen die Narkoseform, den Ablauf und welche Vorkehrungen Sie vor und auch nach der Narkose treffen müssen. Wir fragen Sie nach Ihren Vorerkrankungen und gehen mit Ihnen zusammen die Liste Ihrer Hausmedikamente durch. Wir besprechen mit Ihnen genau, welche Medikamente Sie vor der Narkose absetzen müssen, um nachteilige Auswirkungen zu verhindern. Besonders wichtig ist hierbei, dass Sie für das Aufklärungsgespräch ihren aktuellen Medikamentenplan dabeihaben. Gerade Blutdruck- und Blutzuckermedikamente sowie Blutverdünner sind hier besonders wichtig.

Es gibt ein paar Verhaltensregeln, die Ihrer Sicherheit dienen und mit denen das Risiko der Narkose gesenkt werden kann. Hierzu gehört, dass Sie sechs Stunden vor der OP nichts essen dürfen und am Tag der Narkose nicht rauchen. Trinken dürfen Sie noch bis Sie am Morgen der OP abgerufen werden. Sie müssen Ihren Schmuck und auch Ringe und Piercings ablegen und bitte ungeschminkt in den OP kommen. Außerdem müssen Brillen, Hörgeräte und Zahnprothesen auf Station bleiben.  Wichtig ist aber auch, dass Sie Ihren Medikamentenplan mit Dosierungen für das Narkose-Aufklärungsgespräch dabeihaben und vom Hausarzt alle wichtigen Diagnosen und Befunde zu Ihren Vorerkrankungen mitbringen. Für die Beurteilung Ihrer Narkosefähigkeit ist es für uns besonders wichtig zu wissen ob Sie Herz- oder Lungenerkrankungen haben. Sollte das der Fall sein, brauchen wir aktuelle Befunde von Voruntersuchungen oder Arztbriefe.

Hier geht es um Ihre Sicherheit. Wichtig ist, dass Sie nüchtern sind, d.h. sechs Stunden vor der OP nichts mehr gegessen haben. Trinken dürfen Sie allerdings noch bis kurz vor dem Abruf in den OP, allerdings nur Wasser, Tee oder Kaffee ohne Zucker oder Milch, und keine Säfte. Hier haben sich die aktuellen Bestimmungen deutlich gelockert. Gerade bei heißen Temperaturen ist es wichtig, dass Sie vor der OP ausreichend getrunken haben. Die Nüchternheit ist wichtig, damit kein Mageninhalt in die Lunge geraten kann, gerade am Anfang der Narkose, wenn der Beatmungsschlauch platziert wird.

Gerade in der Anästhesie hat sich in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten sehr viel in Bezug auf die Patientensicherheit getan. Bei einem weitgehend gesunden Patienten vor einem geplanten Eingriff ist das Risiko für einen schweren Zwischenfall 1 zu 1,4 Millionen. Die Narkosemittel, die wir heutzutage verwenden sind kurz wirksam und somit sehr gut steuerbar. Die Medikamente werden über die Infusionsnadel in die Vene gespritzt und wirken somit schnell und zuverlässig. Die modernen Narkosemittel gefährden die Organe nicht, wie es z.B. früher noch bei Äthernarkosen oder mit Halothan der Fall war. Deshalb ist es in der Regel auch kein Problem mehrere Narkosen kurz hintereinander zu bekommen.

Die Narkosemittel werden entsprechend Ihrer Vorerkrankungen und adaptiert an Ihr Alter, Gewicht und Art des Eingriffs verabreicht, um die ideale Narkosetiefe zu garantieren. Die Narkose darf nicht zu flach sein, damit das Bewusstsein richtig ausgeschalten ist, aber auch nicht zu tief, weil das den Nerven nicht guttut. Wir verfügen deshalb auch über ein spezielles Neuromonitoring, mit dem wir wie bei einem EEG Ihre Hirnströme messen und somit die ideale Narkosetiefe kontrollieren können.  Bei älteren Patienten und bei vorbestehenden neurologischen Erkrankungen kann es vorkommen, dass nach der Narkose vorübergehend Verwirrtheitszustände, Unruhe oder kurze Gedächtnislücken auftreten. Diese geben sich aber in den allermeisten Fällen innerhalb der nächsten Stunden bzw. nach wenigen Tagen. In der Regel sind durch die ideale Narkosetiefe und die Kurzwirksamkeit der Medikamente neurologischen Nebenwirkungen selten.

Vor Ihrer OP werden Sie mit einem Narkosearzt über die Narkose aufgeklärt. Abhängig von Art des Eingriffs, Ihren Vorerkrankungen und Hausmedikamenten wird mit Ihnen zusammen besprochen, welche Narkoseform in Frage kommt. Relativ häufig wird die Vollnarkose als Standard vorgeschlagen, gerade, wenn Sie einen endoskopischen Eingriff, per DaVinci oder eine Bauch-OP bekommen. Kleine Eingriffe wie Probeentnahmen (z.B. eines Lympfknotens), kurze Eingriffe (z.B. eine Katheterentfernung) oder diagnostische Eingriffe können auch in Lokalanästhesie, also örtlicher Betäubung vorgenommen werden, oder mit einer Regionalanästhesie (Spinale). Der Narkosearzt bespricht mit Ihnen die Vor- und Nachteile der jeweiligen Verfahren und klärt ab, ob spezifische Risiken vorliegen, die z.B. gegen ein Regionalverfahren sprechen, wie z.B. die Einnahme von Blutverdünnern.

In der Regel ist es eher unwahrscheinlich, dass bei einem geplanten Eingriff schwerwiegende Komplikationen auftreten. Aber unser Krankenhaus ist für Komplikationen und etwaige Fälle gerüstet. Wir verfügen über entsprechende Notfall-Blutkonserven, haben einen 24-Stunden Hausdienst in der Anästhesie und in den operativen Fächern, der Inneren und in der Gynäkologie bzw. Geburtshilfe. Somit ist immer ein komplettes Ärzte- und Pflegeteam für Sie da. Außerdem haben wir eine Intensivstation mit Beatmungsplätzen und Notfallequipment, sodass auch nach längeren OPs oder unvorhergesehenen Schwierigkeiten eine lückenlose Überwachung und Betreuung gewährleistet ist.

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